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Pariser Platz:

 

Der Pariser Platz bildet den Abschluss des Prachtboulevard Unter den Linden zur einen sowie des Brandenburger Tors zur anderen Seite. Es bildet außerdem das Pendant zum Platz des 18. März, der auf der anderen Seite des Brandenburger Tors liegt und das Ende der Straße des 17. Junis markiert.

Der Platz diente einst als Exerzierplatz bis unter Friedrich Wilhelm I. ein Karree angelegt wurde.

Nach der starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wird er heute in Anlehnung an die historischen Vorbilder durch internationale Architekten rekonstruiert und durch vornehme Stadtvillen, Botschaften und das Luxushotel Adlon ergänzt. Eine Ausnahme bildet hier die Dresdener Bank, deren Bau sich nicht an historischen Stilmitteln orientiert.

Brandenburger Tor:

 

Das Brandenburger Tor, das von 1788-91 nach Plänen von C.G. Langhans  erbaut wurde, ist das Wahrzeichen der Stadt Berlin und das einzige erhaltene Stadttor. Während der Trennung in Ost und West stand es symbolisch für diese Trennung, da die Berliner Mauer direkt am Brandenburger Tor entlang lief. Nach dem Mauerfall wurde das Tor dann am 22.12.1989 wieder eröffnet.

In Anlehnung an die Propyläen auf der Athener Akropolis besteht der Sandsteinbau aus sechs dorischen Säulen, die das Tor in fünf Durchfahrten gliedern. Nach einem Beschluss des Berliner Senats vom 22.10.2002 bleibt die Durchfahrt allerdings für Auto- und Busverkehr gesperrt und ermöglicht Besuchern somit den prachtvollen Pariser Platz frei zu erkunden.

Siegessäule:

 

Die Siegessäule befindet sich heute inmitten des Großen Sterns am Berliner Tiergarten. Sie wurde nach Plänen von Heinrich Strack 1864-73 zunächst auf dem damaligen Königsplatz (heute Platz der Republik) errichtet und diente dazu, dem Sieg im preußisch-dänischen Krieg zu gedenken.

Nach einiger Zeit und den Siegen über Österreich und Frankreich wurde die Säule durch die Skulptur der 8,3 Meter hohen vergoldeten Viktoria mit Lorbeerkranz, adlergeschmückten Helm und Feldzeichen mit Eisernem Kreuz erweitert. Das Innere der Säule ist mit vergoldeten Reliefs geschmückt, die Kriegsszenen und Porträts darstellen.

Während der Nationalsozialistischen Zeit wurde die Siegessäule erneut durch eine vierte Trommel erweitert und hat somit eine Höhe von insgesamt 67 Metern.

1938/39 wurde die Siegessäule aufgrund der Umgestaltung der „Reichshauptstadt Germania“  auf den Großen Stern versetzt, wo sie bis heute eine berühmte Touristenattraktion ist und Besuchern durch die Aussichtsplattform eine wunderbare Aussicht über die Stadt bietet.

Reichstag:

 

Der Reichstag ist seit 1999 Sitz des deutschen Bundestages. Desweiteren findet hier alle fünf Jahre die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten statt. Durch die gläserne Kuppel, die den Reichstag krönt und einen atemberaubenden Ausblick bietet, ist der Reichstag einer der beliebtesten Touristenattraktionen Berlins.

Nach Plänen von dem Architekten Paul Wallot wurde der Reichstag zwischen 1884 und 1894 im Stil der Neorennaissance erbaut. Die Inschrift „Dem Deutschen Volke“ wurde erst 1916 ergänzt, da Wilhelm II zunächst dagegen war.

Durch die schwere Zerstörung durch den Reichstagsbrand, den die Nazis als Rechtfertigung für die Verfolgung politischer Gegner nutzten und die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, wurde das Gebäude in den 1960er Jahren modernisiert und wiederhergestellt. In den 1990er Jahren wurde der Reichstag dann unter dem Architekten Sir Norman Foster erneut umgebaut und mit der neuen Glaskuppel, die einen Durchmesser von 38 Metern misst und eine Höhe von 23,5 Metern hat, ausgestattet.

Unter den Linden:

 

Der Prachtboulevard, der durch die Dorotheenstadt und den Friedrichswerder in Berlin Mitte verläuft, ist eine zentrale Verkehrsachse in Berlins Zentrum und verbindet eine Menge Sehenswürdigkeiten miteinander. Entlang des Boulevard, der vom Brandenburger Tor bis zur Schlossbrücke verläuft, findet man impressionante Gebäude wie das Opernhaus, das Zeughaus, die Staatsoper, die Humboldt Universität und den Berliner Dom.

War die Straße anfangs ein Reitweg, wurde sie seit 1701 durch königliche Prachtentfaltung und neue Architektur immer weiter ausgebaut. In dieser Zeit entstanden unter Friedrich II dem Großen auch der Kronprinzenpalais und Prinzessinenpalais.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Abholzung der Linden zur Verbreiterung der Fahrbahn durch Hitler, glich der Boulevard eher einem Trümmerfeld.

So wurden - hauptsächlich in den 1960er Jahren und später nach dem Mauerfall – viele Gebäude neu gebaut oder restauriert, die der Straße Unter den Linden den Namen ‚Prachtboulevard‘ wieder verdienbar machen.

Bundeskanzleramt:

 

Das Bundeskanzleramt ist eines der imposanten Bauwerke im neu entstandenen Regierungsviertel und ist seit 2001 Sitz des Bundeskanzleramtes der Bundesrepublik Deutschland. Es ist Teil des „Band des Bundes“, das die neuen Regierungsgebäude im Spreebogen miteinander verbindet. Dieser Entwurf von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank setzte sich bei dem 1991 beschlossen Architektenwettbewerb durch und soll symbolisch für die über die Spree hinweg bestehende Verbindung von Osten und Westen nach der Wiedervereinigung stehen.

Nach knapp vierjähriger Bauzeit konnte das neue Kanzleramt am 02. Mai 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen werden. Berlin wurde somit nach Bonn der neue Regierungssitz.

Das Gebäude besteht aus einem neunstöckigen Mittelbau, dem Leitungsgebäude und flacheren langgestreckten Flügeln mit den Büros der Mitarbeiter. Der größte Teil des Gebäudes ist lediglich von zwei Repräsentationsräumen eingenommen. Der Ehrenhof, in dem Staatsgäste empfangen werden, beherbergt die Skulptur „Berlin“ vom spanischen Künstler Eduardo Chillida.

Durch die riesigen Fensterfronten und die transparente Gestaltung bietet sich ein wunderbarer Blick über den Tiergarten.

Checkpoint Charlie:

 

Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Grenzübergänge über die Berliner Mauer von 1961 bis 1990, durch die Alliierte, Ausländer, Mitarbeiter der ständigen Vertretung und DDR Funktionäre die Grenze passieren konnten. Der Grenzübergang trennte den sowjetischen von dem alliierten Sektor in der Friedrichstraße, wo sich seit dem Mauerbau die Panzer direkt gegenüber standen. Heute erinnert an den damaligen Übergang ein ehemaliges Grenzschild und –häuschen. Die aufgestapelten Sandsäcke sind allerdings mit Beton statt Sand gefüllt.

Desweiteren befindet sich hier das Museum Haus am Checkpoint Charlie, das über die Geschichte der Mauer informiert. Es zeigt Fragmente und Fotografien der Trennung Deutschlands.

Tiergarten:

 

Der Tiergarten ist der größte Park Berlins im Bezirk Berlin Mitte. Mit 210 Hektar ist er außerdem die zweitgrößte innerstädtische Parkanlage Deutschlands. Der Park wird durch einige Hauptverkehrsstraßen wie die Straße des 17. Junis durchquert, die am Großen Stern mit der Siegessäule zusammenlaufen. Auch das Schloss Bellevue und das Haus der Kulturen der Welt liegen im Tiergarten, angrenzend liegen der Potsdamer Platz und der Zoologische Garten.

Bevor der Tiergarten im 18. Jahrhundert zu einer Parkanlage nach Entwürfen des Architekten Lenné umgestaltet wurde, diente er den preußischen Fürsten als Jagdgrund.

Nach schwerer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der Abholzung 1945/46 zur Brennholzgewinnung, wird der Park seit 1949 aufgeforstet und dient den Berlinern heute als wichtige Erholungsgegend und Freizeitstätte.

Staatsoper:

 

Die Staatsoper Berlin befindet sich in Berlin Mitte am Prachtboulevard Unter den Linden und ist das älteste Opern- und Theaterhaus Berlins. Nach Plänen des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff wurde die Staatsoper zwischen 1741 und 1743 erbaut. Sie gehörte zur Anlage des Forum Fridericianum am Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz und war seit der Eröffnung am 07. Dezember 1742 das erste freistehende Opernhaus und königliche Theatergebäude.

Nach einem Brand im Jahre 1843 wurde die Oper wieder errichtet und es folgten einige Umgestaltungen. Nach der Zerstörung im Krieg wurde die Oper allerdings wieder nach dem Originalplan von Knobelsdorff restauriert. Das Innere der Oper ist dabei im Rokokostil gehalten.

Viele berühmte Künstler wirkten an der Staatsoper mit und auch heute noch ist sie ein zentraler Versammlungsort von Künstlern, die ein großartiges Repertoire gestalten.

Bebelplatz:

 

Der Bebelplatz ist ein Stadtplatz, der an die Straße Unter den Linden grenzt und mit seinen historischen Bauten und der Staatsoper eine wichtige Sehenswürdigkeit in Berlin ist. Er wurde zeitgleich mit der Staatsoper erbaut und diente als „Platz am Opernhaus“.

Am 10. Mai 1933 wurde der Bebelplatz Hauptschauplatz der durch die Nationalsozialisten durchgeführten Bücherverbrennung. An dieses Ereignis erinnert heute ein Denkmal von Micha Ullmann, das aus einem in den Boden gelassenen leeren Bibliotheksraum besteht, der durch eine Glasscheibe betrachtet werden kann. Sehenswert sind außerdem die sich hier befindende Königliche Bibliothek, welche zur Humboldt-Universität gehört und das Alte Palais.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Bebelplatz zu großen Teilen durch Neubauten mit historischen Fassaden ersetzt.

Holocaust-Mahnmal:

 

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurde in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor, Reichstag und Potsdamer Platz errichtet. Nach einem Beschluss des Bundestages wurde das Mahnmal nach Entwürfen des New Yorker Architekten Peter Eisenman auf einem 19 000 m² großen Feld zwischen 2003 und 2005 errichtet. Das Mahnmal besteht zum einen aus dem gewellten Feld mit Betonquadern in parallelen Reihen und zum Anderen aus dem „Ort der Information“, ein 930 m² großes Museum, das sich unter dem Stelenfeld befindet und Besucher in Ausstellungs- und Vortragsräumen über die Geschichte der Juden in Europa informiert.

Der Bau des Mahnmals kostete den Bundeshaushalt damals 27,6 Millionen Euro und lockte im ersten Jahr 3,5 Millionen Besucher an.

 

 

Gendarmenmarkt:

 

Der Gendarmenmarkt in Berlins Friedrichstadt gilt als einer der schönsten Plätze Europas und ist somit ein Hauptanziehungspunkt für viele Touristen, die nach Berlin kommen. Zentraler Blickfang ist das Konzerthaus, das auf der einen Seite vom Französischen Dom und auf der anderen vom Deutschen Dom umgeben wird.

Der Platz entstand ab 1688 nach Plänen von Johann Arnold Nering im Auftrag vom späteren König Friedrich I. in Preußen. Er wurde anfangs Lindenmarkt und später Neuer Markt genannt. Seinen heutigen Namen erhielt der Platz erst nach 1782, nachdem er von einem Kürasserieregiment „gens d’arms“ mit Wachen und Ställen genutzt wurde.

 

Französischer Dom: Der Französische Dom mit seinem imposanten Kuppelturm wurde 1780-85 nach Plänen von Guntard und Unger an die Französische Friedrichstadtkirche von 1705 angebaut, die für französische Glaubensflüchtige – die Hugenotten – errichtet wurde.

Nach der schweren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom seit 1977 wieder aufgebaut.

 

Deutscher Dom: Zwischen 1701 und 1708 wurde der Deutsche Dom nach Plänen von M. Grünberg errichtet und in fünf Jahren Bauzeit ab 1780 im Rahmen der Umgestaltung des Gendarmenmarktes durch den Kuppelturm ergänzt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom aufwendig restauriert und 1996 wieder eröffnet. Die Ausstellung „Fragen an die deutsche Geschichte“ wurde seitdem von Millionen Menschen besucht.

 

Konzerthaus: Das Konzerthaus wurde nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel an Stelle des abgebrannten Nationaltheaters erbaut und 1821 als „Königliches Schauspielhaus“ eröffnet. Die Reste des Nationaltheaters blieben dabei erhalten und wurden durch einen giebelgekrönten Mittelbau mit dazugehöriger ionischer Säulenhalle ergänzt. Nach der erforderlichen Restaurierung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schauspielhaus 1984 als neues Konzerthaus wiedereröffnet

Alexanderplatz:

 

Der Alexanderplatz ist einer der bekanntesten Plätze Berlins. Nach der Nutzung als Viehmarkt und Exerzierplatz um 1700, entwickelte sich der „Alex“ immer mehr weg von einem Handelsplatz hin zu einem Verkehrsknotenpunkt. Seinen heutigen Namen erhielt der Platz 1805 anlässlich des Besuchs von Zar Alexander I.

Bei der Neubebauung des Platzes nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Platz seine heutige Gestalt. Es entstanden der 123 Meter hohe Hotelbau des Park Inn, der Fernsehturm, die Alexpassagen, sowie das Centrum-Warenhaus. Aktuellen Plänen zufolge soll der Hotelbau abgerissen und durch drei neue Hochhäuser ersetzt werden. Wann dies allerdings geschehen wird, ist bisher unklar.

Desweiteren befindet sich am Alexanderplatz das zweitgrößte Shoppingcenter Berlins, das Alexa mit einem Berlin Infostore.

Berliner Dom:

 

Der Berliner Dom ist die größte Kirche Berlins und ein zentraler Ort der evangelischen Kirche in Deutschland. Mit seiner faszinierenden Gestalt zieht der Dom jährlich Tausende von Besuchern aus dem In- und Ausland an. Durch das vielfältige Angebot an Gottesdiensten unter anderem anlässlich von Staatsakten oder wichtigen politischen Ereignissen der Bundesrepublik Deutschlands, Führungen, Konzerten und Veranstaltungen, lädt der Dom dazu ein, sich dem christlichen Glauben zu nähern oder das imposante und prunkvolle Innere mit der Kuppel zu bewundern.

Der Dom wurde 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff auf der Berliner Museumsinsel in Anlehnung an die italienische Hochrennaissance und den Barock errichtet.

Friedrichstraße:

 

Die Friedrichstraße ist eine der bekanntesten Straßen der Stadt und ist nach dem Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg benannt.

Die 3,5km lange Straße verläuft durch die Bezirke Kreuzberg und Mitte und wurde einst durch die Berliner Mauer in Ost und West separiert. An diese Zeit erinnert auch heute noch der berühmte Kontrollpunkt Checkpoint Charlie.

Vom nördlichen Endpunkt an der Chausseestraße verläuft die Friedrichstraße über die Spree, vorbei am Prachtboulevard Unter den Linden, dem Bahnhof Friedrichstraße und dem Checkpoint Charlie bis hin zum Mehringplatz in Kreuzberg.

Im Norden der Friedrichstraße befindet sich unter anderem der Friedrichstadtpalast mit Revuetheater von internationalem Rang. Im Süden der Straße befindet sich eine Fußgängerzone mit Boutiquen, Restaurants, Luxusgeschäften und Büros. Außerdem befindet sich hier das bekannte Kaufhaus Galerie Lafayette, das mit seinen französischen Spezialitäten zum Kaufen und Flanieren einlädt.

Museumsinsel:

 

Die Museumsinsel an der nördlichen Spitze der Spreeinsel in Berlins Zentrum beherbergt fünf Museen und ist einer der wichtigsten Museenkomplexe der Welt. Im Norden der Museuminsel befinden sich das Neue Museum sowie die Alte Nationalgalerie. Im Süden befindet sich das Alte Museum mit dem Lustgarten. Desweiteren ist auch das Pergamonmuseum an der Seite zum Kupfergraben und das Bode-Museum ein großer Anziehungspunkt für Touristen und Museumsliebhaber.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Museumsinsel zu rund 70% zerstört, die Restaurierungsarbeiten sind derweil noch nicht abgeschlossen. Seit 1999 gehört die Museumsinsel zum Weltkulturerbe der UNESCO an.

 

Altes Museum: In dem von Schinkel entworfenen Alten Museum findet man im Erdgeschoss eine Sammlung antiker Skulpturen, Goldschmuck, Silberschätze, usw. der griechischen Kunst- und Kulturgeschichte. Im Obergeschoss befindet sich seit August 2005 das Ägyptische Museum.

 

Neues Museum: Das von August Stüler entworfene Neue Museum sollte nach seiner Errichtung (1843-1859) das Alte Museum entlasten, das bald zu wenig Platz bot. Nach der Zerstörung bis auf die Grundmauern wird es derweil im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wiederaufgebaut.

 

Alte Nationalgalerie: Die Alte Nationalgalerie, die 1867-1876 ebenfalls nach Entwürfen von Stüler erbaut wurde, zeigt Gemäldesammlungen und Skulpturen des 19. Jahrhunderts von bedeutenden Künstlern wie Claude Monet und Paul Cézanne.

 

Pergamonmuseum: Das Pergamonmuseum, das erst 1930 fertiggestellt wurde, ist der jüngste Bau auf der Museumsinsel. Er besteht aus drei Flügeln, in denen Kunstsammlungen aus dem Islam und aus Asien gezeigt werden. Außerdem befindet sich in einem der Flügel eine Antikensammlung griechischer und römischer Skulpturen.

 

Bode-Museum: Das Bodemuseum wurde 2006 nach Restaurationsarbeiten wiedereröffnet. Das prächtige Gebäude mit der mächtigen Kuppel über der Eingangshalle stellt in verschieden Räumen, die alle individuell gestaltet sind, Sammlungen verschiedener Epochen dar: die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst vom 3. Bis 19. Jahrhundert, das Münzkabinett mit Münzsammlungen von Beginn der Münzprägung in Kleinasien an, sowie Werke der Gemäldegalerie.

Botanischer Garten:

 

Der Botanische Garten erstreckt sich über eine Fläche von 43 Hektar und ist mit über 22 000 verschiedenen Pflanzenarten der größte botanische Garten Deutschlands. Viele Berliner nutzen den Garten als Erholungsgebiet für ausgiebige Spaziergänge durch vier verschiede Kontinente.

Zum Garten gehören ein Duft- und Tastgarten für sehbehinderte Menschen, ein 480m² großer Teich, eine Moorlandschaft und verschiede Schaugewächshäuser wie das Tropenhaus. Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls das Botanische Museum.

St.-Hedwigs-Kathedrale:

 

Die St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin Mitte ist seit 1930 die katholische Bischofskirche in der Friedrichstadt und der wichtigste katholische Sakralbau der Stadt. Der Bau der Kathedrale wurde unter Genehmigung von Friedrich II durch Spenden aus der ganzen Welt finanziert und entstand somit zwischen 1747 und 1773 nach Plänen von Wenzeslaus von Knobelsdorff, der sich bei der Gestaltung am Pantheon in Rom orientierte.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale restauriert und die üppige Holzkuppel durch eine Kuppel aus Stahlbeton ersetzt.

Mit seinem Innenraum in der modernisierten Gestalt, der sich darin befindenden Madonna aus dem 16. Jahrhundert und der Pièta von 1420, lohnt sich ein Besuch der Kathedrale für alle Berlin-Besucher.

Kunsthaus Tacheles:

 

Das Kunsthaus Tacheles in der Oranienburger Straße befindet sich in den Ruinen eines vor dem Abriss geretteten ehemaligen Kaufhauses und ist ein selbstbestimmtes, kollektives Kunst- und Veranstaltungszentrum. Es werden Werke zeitgenössischer Künstler und verschiedene Filme im Kino High end 54 gezeigt. Bevor es seit 1990 von der Künstlerinitiative Tacheles besetzt und unter Denkmalschutz gestellt wurde, diente das Gebäude als letztes als Dienststelle der Nationalsozialisten, bevor es dann im Krieg und durch eine Sprengung in den 80er Jahren teilweise zerstört wurde.

Der Name Tacheles bedeutet „Klartext reden“ und wurde aufgrund der eingeschränkten Meinungsäußerung in der DDR-Zeit, während der viele Botschaften in der Kunst zweideutig verpackt werden mussten, von der Initiative gewählt.

Heutzutage kommen viele Touristen ins Kunsthaus Tacheles um sich vom Charme der Ruinen einnehmen zu lassen.

Hackesche Höfe:

 

Die Hackeschen Höfe nahe der Oranienburger Straße in Berlin Mitte sind mit einer Fläche von 9200m² das größte geschlossene Hofareal Deutschlands und stehen seit 1972 unter Denkmalschutz. Nach der Sanierung in den 90er Jahren sind die Hackeschen Höfe eine der teuersten Immobilien Berlins. Verantwortlich für die Planung der Sanierung war der Bauunternehmer und Architekt Kurt Berndt. Für die Gestaltung der Außenfassaden im Jugendstil wurde der Architekt und Künstler August Endell beauftragt.

Die Hackeschen Höfe sind ein Komplex aus Büros, Restaurants, Geschäften und Wohnungen, der jährlich Mengen von Touristen anlockt und das Ambiente der für Berlin typischen Innenhöfe vermittelt.

Auch um die Hackeschen Höfe herum hat sich die Gegend zu einem bekannten Ausgehviertel mit einer Vielzahl an Bars, Restaurants und Clubs entwickelt.

Fernsehturm:

 

Der Berliner Fernsehturm ist eine der Hauptattraktionen der Stadt und mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands. Der Turm besteht aus einem 250 Meter hohen Betonschaft mit einer Turmkopfkugel aus Edelstahl. Die Spitze bildet die 118 Meter hohe Antenne.

Der Entwurf für den Bau des Fernsehturms stammt von einem Architektenteam aus den 60er Jahren. Die Fußumbauung wurde erst später ergänzt und von den Architekten Walter Herzog und Heinz Aust entworfen.

 

Auf einer Höhe von 203 Metern befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt bietet. Außerdem befindet sich im Turm ein Café, in dem man bei leckeren Speisen die Sicht genießen kann - und das in alle Himmelsrichtungen, da das Café in 30 Minuten einmal um die eigene Achse rotiert.

Potsdamer Platz:

 

Der Potsdamer Platz befindet sich im Berliner Ortsteil Tiergarten und ist einer der Hauptverkehrsknotenpunkte Berlins.

Bis zum Zweiten Weltkrieg befand er sich mit der ersten Lichtzeichenanlage auf dem ganzen Kontinent und dem Fernbahnhof unter den verkehrsreichsten Plätzen Europas. Im Zweiten Weltkrieg wurde er dann aber stark zerstört und während DDR-Zeiten entwickelte er sich zu einem Brachland, durchtrennt durch die Mauer und Schnittschnelle des amerikanischen, sowjetischen und britischen Sektors.

Nach dem Fall der Mauer wurde der Potsdamer Platz dann zu einer Dauerbaustelle und zwar der größten in ganz Europa. Imposante architektonische Bauten wie das Sony-Center mit der gefalteten Zeltüberdachung, das Gebäude der Deutschen Bahn AG, die Potsdamer Arkaden sowie ein völlig neues Quartier aus Büros, Wohnungen, Restaurants und Geschäften entstanden.

Das Kollhoff-Gebäude mit seinem roten Klinker befördert Besucher mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas auf eine Aussichtsplattform, die einen atemberaubenden Blick über Berlin bietet.

Mit seiner Mischung aus Restaurants, Bars und Kinos zieht der Potsdamer Platz neben zahlreichen Touristen aber auch viele Berliner zum Verweilen an.

Schloss Bellevue:

 

Der dreiflüglige Gebäudekomplex, der zwischen 1785 und 1786 entstand, ist der erste Amtssitz des Bundespräsidenten. Er befindet sich im Ortsteil Tiergarten in direkter Nähe zum Spreeufer und der Siegessäule.

Entstanden ist das Schloss im Stil des Klassizismus nach Plänen des Architekten Philipp Daniel Boumann. Es besteht aus einem langgestreckten Mittelbau, der durch seine Giebel mit Sandsteinfiguren etwas aufwändiger gestaltet ist als die Seitenflügel, die schlicht aber dafür ein Stockwerk höher sind.

Das Innere des Schlosses wurde durch die unterschiedlichen Nutzungen der Räumlichkeiten zahlreiche Male umgestaltet. Aus der Entstehungszeit ist lediglich ein großer Ballsaal, der heute für offizielle Empfänge genutzt wird, erhalten geblieben.

Kurfürstendamm:

 

Der Kurfürstendamm, vielen bekannt als der Kudamm, ist eine 3,5 Kilometer lange Hauptverkehrsstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Er wurde um 1542 als Reitweg für den Kurfürsten Joachim II erbaut. In einem Brief von 1873 äußerte Otto von Bismarck das erste Mal den Gedanken aus dem Reitweg einen Boulevard entstehen zu lassen. Nachdem er damit Erfolg hatte, entwickelte sich der Kudamm bis zum Ersten Weltkrieg in immensem Tempo zu einem Vergnügungs- und Kaufzentrum. Auch während der 1920er Jahre und der Weimarer Republik repräsentierte die Prachtstraße die sogenannten Goldenen Zwanziger.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Kurfürstendamm in den fünfziger Jahren durch viele neue Bauten ergänzt und ist auch heute noch eine bekannte Flaniermeile Berlins.

Im oberen Teil des Kudamms in Richtung Tauentzienstraße befinden sich viele Kaufhäuser und Geschäfte. Der untere, etwas ruhigere Teil, ist geprägt durch prachtvolle Jahrhundertwendebauten und edle Designergeschäfte.

KaDeWe:

 

Das Kaufhaus des Westens, das 1907 eröffnet wurde, ist das größte Kaufhaus Kontinentaleuropas und befindet sich in Berlin Schöneberg in der Tauentzienstraße.

Auf sechs Etagen lädt das luxuriöse Kaufhaus mit der bekannten Feinkostabteilung, den Panoramafahrstühlen und dem schicken Restaurant mit Blick über Berlin zum Bummeln und Kaufen ein. Neben dem Brandenburger Tor, Reichstag und Fernsehturm ist das KaDeWe eine der berühmtesten Touristenattraktionen Berlins.

Zoologischer Garten:

 

Der Zoologische Garten, auch bekannt als der Hauptstadt Zoo, ist einer der größten Zoos  und hat die größte Artenvielfalt der Welt. Er wurde 1844 als erster Zoo Deutschlands eröffnet und beherbergt heute bei mehr als 1460 Tierarten über 15 000 Tiere. Er lockt jedes Jahr Millionen von Besuchern an – Touristen sowie Berliner. Allein im Jahr 2007 besuchten 3,18 Millionen den Zoo.

Eine besondere Attraktion des Zoos ist das angeschlossene Aquarium mit einer atemberaubenden Artenvielfalt von Schlangen über Krokodile hin zu Haien und wunderschönen farbenfrohen Fischen.

Namensgeber für den Zoo ist der Bahnhof Zoologischer Garten, an den sich der Zoo direkt anschließt.

Gedächtniskirche:

 

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet sich auf dem Breitscheidplatz in Berlin Charlottenburg.

Sie ist ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung, das aus der neoromanischen Kirchenruine und der sie umschließenden modernen Bauten besteht.

Die neoromanische Kirche, die zu Ehren von Wilhelm I 1891-95 nach Plänen von Schwechten erbaut wurde, wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe schwer zerstört. Die Ruine erinnerte die Berliner stets an den Schrecken des Krieges und sollte so abgerissen und neu erbaut werden. Da dies allerdings große Proteste auslöste, wurde die Ruine kurzerhand in den Neubau integriert und blieb als Mahnmal gegen den Krieg bestehen.

Zentralbahnhof:

 

Der Berliner Hauptbahnhof, der 2006 eröffnet wurde, ist eines der spektakulärsten Architekturprojekte Berlins und Europas größter Umsteigebahnhof.

Es ist ein Kreuzbahnhof, der die Ost-West-ICE-Trasse mit dem Nord-Süd-Verkehr verbindet und Anschluss zu S-Bahn, U-Bahn und Bus schafft. Die moderne Architektur, die die Bahnhofshalle mit einer Glas-Stahl-Konstruktion überdacht, bietet Helligkeit und Freundlichkeit auf allen Ebenen.

In den Bahnhof integriert ist ebenfalls ein großes Einkaufszentrum mit vielen Geschäften und Essensmöglichkeiten, die die Langeweile beim Warten schnell vertreiben können.

Berliner Mauer:

 

Die Berliner Mauer, die 28 Jahre lang Teil der innerdeutschen Teilung war, war auf ihrer westlichen Seite ein beliebtes Ziel für Graffitisprayer. Nach dem Mauerfall hat sich dies nun auf die östliche Seite des längsten noch bestehenden Teils der Mauer verlagert. Die sogenannte East Side Gallery in Berlin Friedrichhain wurde von 118 Künstlern aus über 21 Ländern mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln bemalt. Sie erstreckt sich auf einer Länge von 1 316 Metern und steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Zurzeit wird sie saniert, im November 2009 soll die 2,2 Millionen teure Sanierung allerdings fertiggestellt werden.

Neue Wache:

 

Die Neue Wache auf dem Boulevard Unter den Linden ist seit 1993 die zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewalt.

Sie wurde 1816-1818 erbaut und diente zunächst unter König Friedrich Wilhelm III. als Gedenkstätte für die Gefallenen der Napoleonischen Kriege.

Nach weiteren unterschiedlichen Nutzungen wurde die Neue Wache im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und diente nach der Restauration zu DDR-Zeiten als Mahnmal für die Opfer von Faschismus und Militarismus. Bis zur Wiedervereinigung 1990 standen hier jeden Tag zwei Soldaten zur Ehrenwache. Im Inneren des Mahnmals brannte eine ewige Flamme.

Seit dem Volkstrauertag nach der Wiedervereinigung bekam die Neue Wache dann seine heutige Beschreibung. Im Inneren des Gebäudes befindet sich heute eine Skulptur von Käthe Kollwitz.

Zeughaus:

 

Das Zeughaus, das 1706 als Waffenlager im Stil des Barock erbaut wurde, beherbergt heute das Deutsche Historische Museum. Der Bau, der vom französischen Stararchitekten Francois Blondel entworfen wurde, hat eine Länge von über 90 Metern und ist um einen Innenhof angelegt.

Es ist ein streng gegliederter, zweigeschossiger Bau, der von vielen Skulpturen geschmückt wird.

Ab 1952 wurde im Zeughaus das Museum für Deutsche Geschichte, das heute das Deutsche Historische Museum ist, untergebracht.

Nachdem das Zeughaus im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, wurde es aufwendig restauriert. Heute lässt sich die Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“ hier besichtigen.

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